Classic Computing 2008

Diese Retro-Events scheinen immer an Orten zu sein, von denen ich noch nie gehört habe. Moers ist in Nordrhein-Westfalen und nicht sehr weit von Duisburg entfernt. Ich war auf der Classic Computing 2008, die vom Verein zur Erhaltung alter Computer veranstaltet wird. Eine kurze Busfahrt zum Industriegebiet und ich war auf der Messe. Sie ist anscheinend nicht groß genug, so dass die Organisatoren ein paar Schilder vom Busbahnhof zum Veranstaltungsort aufstellen mussten (der Bus hält nicht vor der Halle).

Die Veranstaltung bestand aus zwei Hallen. Die eine Halle wurde größtenteils von stark aufgerüsteten Amiga-Computern dominiert, mit drei Spielkonsolen (SNES, Saturn, Genesis) und einem Acorn 3000 (vor allem in Großbritannien beliebt) als Zugabe.

Die Alice war ein offizieller Klon des TRS-80 MC-10 und wurde in Frankreich verkauft.

Die größere der beiden war viel spannender, weil es mehr Systeme zum Ausprobieren gab. Es gab einen alten IBM-PC, der an einen Kassettenrekorder angeschlossen war, den ich zum ersten Mal gesehen habe. Beliebte Maschinen wie der Amiga 500/1200, Atari XL, Spectrum 48K, Apple IIe, Commodore 64, Amstrad CPC und Atari ST waren da. Commodores frühe Business-Computer standen den Atari-Rechnern gegenüber.

Diese Commodore-Rechner verkauften sich am besten vor der Einführung des IBM-PCs und waren Nachfolger des ursprünglichen PET 2001-Computers. Sie sind mit ihrem futuristischen 70er-Jahre-Design ein beeindruckender Anblick. Atari hatte zu dieser Zeit keinen gleichwertigen Computer, obwohl der Atari 800 auch für ernsthafte Anwendungen genutzt wurde.

Nicht jeder Computer war an ein Fernsehgerät oder einen Monitor angeschlossen. Die meisten MSX-Computer zum Beispiel waren nur zum Anschauen da. MSX war ein Versuch von Microsoft, vielen japanischen und ein paar nicht-japanischen Firmen, den Heimcomputermarkt mit einem gemeinsamen Standard zu erobern. Leider war der Standard bereits veraltet, als die ersten Computer auf den Markt kamen, und man entschied sich nicht für einen Diskettenstandard, was zu einer absurden Situation führte, in der Laufwerke in gängigen und nicht so gängigen Formaten erhältlich waren. In Tokio kann man in Retro-Läden Kisten voller MSX-Computer finden, aber in anderen Teilen der Welt sind sie nicht so häufig zu finden.

Der QL hatte Multitasking- und Netzwerkfähigkeiten. Sein Misserfolg führte zum Verkauf von Sinclair an Amstrad, die den QL einstellten und die Spectrum-Linie eine Zeit lang weiterführten.

Es war keine Messe und der Verkauf von Artikeln war verboten. Doch zumindest einige Leute fanden ein Schlupfloch: Einfach für eine Zigarettenpause nach draußen gehen und dann das Geschäft abschließen. Diese schrecklichen Computerspiele wie „Mickey in the Great Outdoors“ oder „Cookie Monster Munch“ können wirklich gefährlich sein, wissen Sie 😉

Viel kompakter geht es nicht: Ein ZX81 mit einer 32K-RAM-Erweiterung, angeschlossen an ein Diktiergerät.
Bevor es den iMac gab, hatte Tandy einige tolle All-in-One-Computer.

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