Shiroi Koibito Park: Schokoladenmuseum und -fabrik

Schokolade (oder Kakao) wird seit tausenden von Jahren hergestellt. Sie wurde bei religiösen Veranstaltungen, als Währung und sogar als Medizin verwendet. Frühe Kulturen in Südamerika nannten sie die Speise der Götter. Obwohl wesentlich jünger, hat Schokolade auch in Japan eine Geschichte. Ishiya ist ein in Sapporo ansässiges Schokoladenunternehmen, das für den Shiroi Koibito (Weißer Liebhaber) bekannt ist, einen Butterkeks mit weißer Schokolade dazwischen. Der Shiroi Koibito Park ist der Ort, an dem Sie mehr über die Geschichte der Schokolade erfahren, Ihre eigenen Kekse herstellen und einen Blick in die Ishiya-Fabrik werfen können. Dort gibt es sogar noch mehr zu sehen.

Im Winter gibt es draußen (im Park) nicht viel zu tun. Ein Stand war geöffnet und verkaufte Getränke. Man kann Fotos von der saisonalen Dekoration und Beleuchtung machen. Der Zugang zum Park und zum Ishiya-Shop ist kostenlos. Das eigentliche Museum und die Fabrik kosten 600 Yen und beinhalten einen Shiroi Koibito Pass (auf Japanisch) und einen Keks. Wenn Sie Geld sparen wollen, essen Sie den Keks in sicherer Entfernung von der Schokoladenfabrik!

Der erste Halt ist der Aurora-Brunnen, der 1870 von einer britischen Firma gebaut wurde. Rund um den Brunnen werden einige Exponate gezeigt, mehr gibt es im zweiten Teil des Fabrikspaziergangs zu sehen.

Dieser zweite Teil zeigt Ihnen Tassen aus dem 18. bis frühen 19. Jahrhundert, die zum Trinken von Schokolade verwendet wurden. Aufwendige Designs und das berühmte Meißner Porzellan sind zu sehen und zeigen, wie sehr die wohlhabenden Menschen ihre Schokolade schätzten. Eine Galerie zeigt die Verpackungsetiketten.

Besucher gehen weiter zum Zeittunnel und zur Schokoladenfabrik.

Dies ist der Bildungsteil der Tour, in dem die Geschichte der Schokolade und der Herstellungsprozess erklärt werden. Die Erklärungen auf Englisch sind begrenzt. Die Fabrik kann von oben besichtigt werden – und es gibt keinen Willy Wonka, nur Arbeiter in ihrer Uniform. Das Fotografieren ist erlaubt. Im Cookiecraft Studio können Sie Ihre eigenen Kekse mit der Original-Schokolade herstellen (1050 Yen für einen Keks, 1575 Yen für zwei Kekse).

In der Chocolate Lounge gibt es verschiedene Schokoladengetränke, die ab 525 Yen zu haben sind. Sie zeigen auch „sugarcraft“ wie diese:

Nicht nur Schokolade

Im Shiroi Koibito Park geht es nicht nur um Schokolade. Ich war überrascht, eine umfangreiche Sammlung von alten Plattenspielern zu sehen. Selbst im Zeitalter der Phonographen/Grammophone und lange bevor die Mitglieder von Spinal Tap geboren wurden, gingen einige Grammophone bis 11 – zumindest was die Lautsprecher angeht. Einige dieser Lautsprecher waren riesig.

Teil der Nostalgie-Sammlungen waren alte Spielzeuge und Schallplatten aus der Meiji- bis Showa-Ära (1868-1989). Diese gut sortierte Sammlung beinhaltete natürlich Doraemon, Hello Kitty und Ultraman. Im Geschichtsteil waren Erinnerungsstücke von Marilyn Monroe, John F. Kennedy und Elvis Presley.

Lassen Sie uns nach unten gehen:

Der letzte Teil des Rundgangs ist natürlich der Shop und man kann hier leicht mehr als 10000 Yen ausgeben. Shiroi Koibito ist ein beliebtes Souvenir aus Sapporo und nur in der Fabrik werden die Kekse in Originaldosen verkauft. Nachdem ich allerdings ein Stück Schokoladenkuchen im Tea Time Cafe gegessen hatte, hatte ich keine Lust, dort noch mehr Geld auszugeben.

Kinder werden die Schokoladenfabrik wahrscheinlich mehr im Frühling und Sommer genießen, wenn ein Zug durch den Park fährt. Für die Zugfahrt wird eine zusätzliche Gebühr erhoben (Erwachsene 300 Yen, Kinder 200 Yen). In der Nähe des Parks hat Consadole Sapporo, die Profifußballmannschaft von Hokkaido, ihr Trainingsgelände. Sie können sie anfeuern, versuchen Sie nur nicht, sie mit Schokolade zu füttern!

Anfahrt: Der Shiroi Koibito Park ist nur einen kurzen Fußweg von der Miyanosawa Station an der Tozai U-Bahn Linie entfernt.

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